Was tun wenn’s brennt?!

… zum Umgang mit Repression

was_tun_wenns_brenntVor kurzem gab es in Düsseldorf zwei Hausdurchsuchungen bei linken Aktivisten. Dies sind keine Einzelfälle. Um so wichtiger ist es, dass wir uns gegen diese und andere Repressionsattacken schu?tzen. Neben allgemeinen Tipps zum Umgang mit Polizei, Justiz und Geheimdiensten sowie dem Verhalten auf Demos wollen wir mit euch an Beispielen diskutieren, was Aussageverweigerung konkret bedeutet. Was ist bei Ingewahrsamnahmen, Verhören oder Hausdurchsuchungen zu tun? Über Sicherheitsmaßnahmen hinaus wollen wir aber auch u?ber einen politischen Umgang mit Repression reden.

Wie können uns Solidarität und Öffentlichkeitsarbeit konkret vor Repression schu?tzen?

Wie können Solidaritätskampagnen und politische Prozessfu?hrung aussehen?

Über all das werden euch die Rote Hilfe Neuss-Düsseldorf, die Rechtshilfegruppe Düsseldorf und see red! Interventionistische Linke Düsseldorf informieren.

Solidarität ist eine Waffe!

Donnerstag, 22.05.2014 | 19:30 Uhr
Linkes Zentrum Hinterhof – Corneliusstraße 108, Düsseldorf

Copa pra Quem? – Soziale Kämpfe im Kontext der Fußball-WM der Männer in Brasilien

Veranstaltungsreihe in Düsseldorf:

brasilienVAIm Sommer 2014 findet die Fußball-WM der Männer in Brasilien statt. Für die Bevölkerung Brasiliens hat dies wenig mit Spiel und Spaß zu tun. Umstrukturierungen im städtischen Raum im Kontext der WM treffen besonders ärmere Menschen, die aus ihren Häusern und Viertel verdrängt werden und sich mit steigender Repression konfrontiert sehen. Aber die Menschen wehren sich und leisten Widerstand gegen die Machenschaften von Staat, privaten Investoren und der FIFA. Welche Auswirkungen dies auf die Fußballszene hat und mit welchen kriminellen und korrupten Methoden das Milliardenunternehmen FIFA vorgeht, werden in dieser Veranstaltungsreihe ebenso diskutiert, wie der Widerstand und die Forderungen sozialer Bewegungen.

Weitere Infos zur WM in Brasilien und sozialen Protesten findet ihr auf der Seite von KoBra und bei amerika21

Die Veranstaltungen im Einzelnen:

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1. Mai Dortmund – Nazis blockieren!

BlockaDoDüsseldorf goes Dortmund – wir beteiligen uns an den Aktionen des zivilen Ungehorsams des neues Bündnisses BlockaDo. Treffpunkt für Düsseldorf zur gemeinsamen Anreise und Beteiligung an den Aktionen: 8h Ufa/Hbf

BlockaDO – Gemeinsam gegen Nazis

Wieder einmal wollen Nazis in Dortmund aufmarschieren. Dieses Mal hat die Partei „Die Rechte“ eine Demo für Donnerstag, den 1. Mai, angemeldet. Wir rufen dazu auf, den Naziaufmarsch zu blockieren. Es ist ein unerträglicher Zustand, wenn es Neonazis immer wieder möglich ist, ihre menschenverachtende Ideologie ungestört zu artikulieren; wenn sie dort, wo sich Menschen begegnen, ihre ausgrenzende Volksgemeinschaft propagieren können. Wir werden das nicht weiter zulassen.

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Demokratie von unten ist möglich

Der Aufbau von demokratischer Selbstverwaltung in Türkisch-Kurdistan

democracy Politik und Demokratie bedeutet mehr als die Beteiligung an Wahlen. Aber wie kann eine wirkliche Demokratie von unten innerhalb eines bestehenden Systems aussehen und praktiziert werden? Das kurdische Frauenbüro Cenî wird über die Versuche berichten, demokratische Autonomie in Türkisch-Kurdistan umzusetzen. Anstatt auf Umsturz und Machtübernahme zu setzen wird in Kurdistan ein Modell einer „demokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft“ favorisiert. Es findet der Aufbau von autonomen Räten, wie z.B. Frauenräten, Stadtteilräten statt als Parallelstruktur zu staatlichen Strukturen. Dieser Aufbau ist begleitet von massiver Repression seitens des türkischen Staates.

Vorrangiges Ziel der Demokratischen Autonomie ist es, allen gesellschaftlichen Gruppen und Identitäten basisdemokratische Organisierung zu ermöglichen. Dieser Demokratische Konföderalismus in Form einer „nichtstaatlichen, politischen Verwaltung“ oder als „Demokratie ohne Staat“, geht davon aus, dass Demokratie nur dort gedeihen kann, wo der Staat an Einfluss verliert. In der Veranstaltung soll einerseits dargestellt werden wie der Aufbau demokratischer Strukturen stattfindet sowie der momentane Zustand, insbesondere nach der Kommunalwahl. Andrerseits sollen auch, neben der Repression, Probleme, Schwierigkeiten und Erfolge zur Sprache kommen um zu sehen, ob die kurdische demokratische Autonomie ein Modell für hier sein kann.

Dienstag 29.4. | 20:00 Uhr | Linkes Zentrum “Hinterhof”

Eine Veranstaltung von I Furiosi, Cenî, See Red!, Dissidenti Ultra und Infocafé

Weitere Veranstaltungen aus der Reihe

„Antifascism är självförsvar“ – Antifaschismus ist Selbstverteidigung

10012520_10151957361851697_636752592_n-637x425Aus aktuellem Anlass sprach i furiosi mit Avanti Hamburg – organisiert in der interventionistischen Linken – über einen Naziangriff in Schweden. Auch in Düsseldorf gab es bereits eine größere Soliaktion.
In Malmö/Schweden wurden am Abend des 8. März Antifaschist*innen auf offener Straße von Nazis angegriffen und zum Teil schwer verletzt. Eines der Opfer lag eine Woche im Koma. Über Schweden hinaus gab es eine breite Solidarisierung mit den Genoss*innen in Malmö. Am 16. März fand dort eine antifaschistische Demonstration mit über 10.000 Leuten statt, an der sich auch unsere Genoss*innen von Avanti beteiligten. Wir sprachen mit Jens von Avanti Hamburg über den Angriff, antifaschistische Reaktionen und die Stimmung in Schweden.

i furiosi: Kannst du kurz die Umstände schildern, unter denen der Nazi-Angriff stattgefunden hat und wer angegriffen wurde?

Jens: Am Abend des 8. März hatte ein Gruppe von Nazis im Stadtteil Möllevången auf offener Straße einen Angriff mit Messern auf Linke verübt. Die Angegriffenen erlitten Stichwunden. Ein Freund und Genosse von uns wurde durch einen Messerstich in den Rücken lebensgefährlich verletzt. Er hatte Glück und hat den Angriff überlebt. Am schlimmsten verletzt wurde Showan, ein Ultra-Aktivist. Der 25-Jährige ist Mitbegründer der Malmöer „Football Fans against Homophobia“-Kampagne. Er trug bei dem Angriff schwere Kopfverletzungen davon. Nach einer Woche im Koma ist er inzwischen wieder aufgewacht. Ob er bleibende Schäden davonträgt, kann leider nicht komplett ausgeschlossen werden.

i furiosi: Wie war eure Reaktion, als ihr von dem Übergriff erfahren habt? „Antifascism är självförsvar“ – Antifaschismus ist Selbstverteidigung weiterlesen

Tanz den Verhältnissen! Euromayday Ruhr

Seit mehreren Jahren findet im Ruhrpott um den ersten Mai der Euromayday statt. Zu lauter Musik, mit Sprechblasen und bunten Interventionen ziehen hunderte Menschen durch die Stadt. Prekarisierung, Wohnraumproblematiken oder Verarmungsstrategien von oben werden ein Recht auf Stadt, die Idee des Gemeinguts und einer solidarischen Gesellschaft entgegengesetzt. Auch dieses Jahr hat sich wieder ein Vorbereitungskreis zusammengefunden. Wir sprachen mit Michael über die Idee des Euromaydays im Ruhrpott.

i furiosi: Kannst du allgemein was zur Idee des Euromayday sagen? Woher kommt dieser und was sind die Ziele?

Michael: Der erste Euromayday fand 2001 in Mailand statt. Ziel war es, am Tag der Arbeiterbewegung eine Plattform für diejenigen zu schaffen, die sich von den alten Institutionen nicht mehr vertreten fühlen – seien es Erwerbslose, die keinen Platz in den Gewerkschaften haben oder Künstler*innen, Selbstständige und solche, die im Niedriglohnsektor häufig unter prekären Bedingungen leben und arbeiten, aber nicht zur klassischen Klientel der großen Gewerkschaften gehören.

i furiosi: Warum und wann habt ihr euch entschlossen, den Euromayday auch in den Ruhrpott zu holen?

Tanz den Verhältnissen! Euromayday Ruhr weiterlesen

„Antifa in der Krise“ internationaler Kongress, 11.-13.04. in Berlin

Antifa_Krise_Banner_300x131  Antifa Kongress in Berlin:

Der Kongress „Antifa in der Krise“ will Gelegenheit bieten, zusammen mit Aktivist*innen aus anderen europäischen Ländern über die aktuelle Situation der Antifa und den Auswirkungen der Krise diskutieren. Auftakt ist ein international besetztes Panel am Freitagabend zur rassistischen Mobilisierung in Europa und antifaschistischen Perspektiven mit Teilnehmer*innen aus Griechenland, Ungarn, Schweden und Frankreich. Am Samstagabend wenden wir uns der Situation in Deutschland zu. Unter dem Titel „Antifa in der Krise?!“ diskutieren Vertreter*innen verschiedener Spektren – von Initiativen, Beratungseinrichtungen bis zu Gewerkschaften – über Zustand und Herausforderungen der Antifabewegung in Deutschland.
Samstag und Sonntagvormittag finden zudem vertiefende Workshops zu unterschiedlichen Themen statt. Aktivist*innen unter anderem aus Ex-Jugoslawien, Griechenland, Polen, Spanien und Skandinavien berichten über die extreme Rechte in ihren Ländern. Workshops widmen sich auch unterschiedlichen Aspekten der Antifa in Deutschland. Themen sind unter anderem „NSU und Antifa“, „Alternative für Deutschland?“, „Stadt, Land, Antifa – zwischen Landflucht und Überlebenskampf“, „Antifaschistische Geschichtspolitik“ oder „Proteste gegen Flüchtlingsunterkünfte“, aber auch „Jugendarbeit“, „Antifa zwischen Festanstellung und Aktivismus“, “Refugeeselbstorganisierung und Antifa” und „Geschichte und Erfolge der Antifa“ oder „Antifa und Feminismus“.

weitere Informationen zu dem Kongress findet ihr unter: kriseundrassismus.noblogs.org

dazwischengehen.org

Solidaritet från Düsseldorf


Am ver­gan­ge­nen Wochen­ende ereig­nete sich in Malmö (Schwe­den) ein lebens­ge­fähr­li­cher Angriff von ört­li­chen Neo­na­zis auf bekannte Antifaschist_innen und Feminist_innen. Einen Genos­sen erwischte es beson­ders schwer, Showan Shattak. Er wurde durch ein Mes­ser getrof­fen, schwebte für rund eine Woche in Lebens­ge­fahr und war ins Koma gefal­len. Mitt­ler­weile geht es ihm nach zwei Ope­ra­tio­nen bes­ser, trotz­dem kämpft er um sein Leben.

Wir zei­gen und erklä­ren uns soli­da­risch mit den ver­letz­ten Genoss_innen in Malmö und wün­schen Ihnen auf die­sem Weg alles erdenk­lich Gute und einen erfolg­rei­chen Kampf gegen faschis­ti­sche Struk­tu­ren in Malmö.

Mal­mös Anti­fa­scis­ter – Fort­sätt Kämpa!
Inga nazis­ter på våra gator!

Decla­ra­tion of Solidarity

Last wee­kend a group of well known anti­fa­scists and femi­nists from Malmö were atta­cked by local neo­na­zis. The attack cau­sed life threa­te­n­ing wounds espe­cially for one com­rade – Showan Shattak. He was hit by a knife, hovered bet­ween life and death for about a week and fell into a coma. By now after two ope­ra­ti­ons his situa­tion impro­ved, but he is still fight­ing for his life.

We want to show our Soli­da­rity with the atta­cked com­ra­des in Malmö. All the best for the vic­tims of the attack – we hope you get well soon! May you have a suc­cess­ful struggle against fascism in Malmö!

Mal­mös Anti­fa­scis­ter – Fort­sätt Kämpa!
Inga nazis­ter på våra gator!

Soli­da­ri­tets­häls­ning

Förra hel­gen blev en grupp anti­fa­scis­ter och femi­nis­ter atta­ckerade av lokala nyna­zis­ter. Atta­cken orsakade livs­hotande ska­dor, särskilt för en av dem — Showan Shattak. Han blev stu­cken av av en kniv och svä­vade mel­lan liv och död i en vecka och för­s­at­tes i koma. Men nu efter ett antal ope­ra­tio­ner har hans tillstånd för­bät­trats men han käm­par fort­fa­rande för sitt liv.

Vi vill visa vår soli­da­ri­tet med off­ren för atta­cken — vi hop­pas ni till­f­ris­k­nar snart! Vi öns­kar er en fram­gångs­rik kamp mot fascis­men i Malmö.

Mal­mös anti­fa­scis­ter — fort­sätt kämpa!
Inga nazis­ter på våra gator!

Dis­si­denti Ultra
F95.Antirazzista
Siamo Tutti FCSP
Hypers
i furiosi — Inter­ven­tio­nis­ti­sche Linke
Kopf­ball Düs­sel­dorf
Gruppe F
Cable Street Beat Düs­sel­dorf
Anti­fa­schis­ti­sche Linke Düs­sel­dorf
Grrrls Upri­sing
BHoA
Unterste Schub­lade Düs­sel­dorf
AK47 Düsseldorf

Demo gegen 1000 Kreuze Marsch am 22.03. in Münster

i furiosi in Bewegung, im Gespräch mit dem Vorbereitungskreis:

„Raise your voice! Your body Your Choice!“

In Münster ziehen jährlich fundamentalistische Christ*innen mit einem „Gebetszug“ durch Stadt und protestieren so gegen Schwangerschaftsabbrüche, Verhütung, Sex vor der Ehe oder Homosexualität. Seit 2009 organisiert sich breiter Widerstand gegen diese reaktionäre Veranstaltung. Mit kreativen Aktionen und Demonstrationen protestieren Aktivist*innen gegen den Aufmarsch. Wir sprach mit Nadja von den Vorbereitungskreis gegen den diesjährigen Aufmarsch am 22. März in Münster.

ifuriosi: Kannst du uns erklären wer diese Leute sind, die den 1000 Kreuze Marsch organisieren, und was sie genau für eine Ideologie vertreten?

Antwort: Na klar. Organisiert wird der 1000 Kreuze Marsch in Münster von EuroProLife einer überwiegend katholischen Gruppe aus München. Die Teilnehmenden kommen aber größtenteils aus dem Münsterland und den Niederlanden.Sie vertreten eine erzkonservative christliche Ausrichtung. Das beinhaltet neben dem absoluten Ablehnen von Schwangerschaftsabbrüchen auch das Ablehnen von Verhütungsmitteln, Sex vor der Ehe, Homosexualität etc. Dabei argumentieren sie immer wieder absolut rassistisch und shoahrelativierend („Europa stirbt aus“, „Abtreibungen sind schlimmer als der Holocaust“).

ifuriosi: Zunächst erscheinen diese christlichen Fundamentalist*innen als krasse Spinner, die mit ihren reaktionären Positionen kaum auf Zustimmung stoßen werden, und denen es an gesellschaftlicher Verankerung fehlt. Ist das so?

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Solidarity Beyond Borders – Building Democracy From Below!

may of solidarity

Grenzenlos solidarisch – für eine Demokratie von unten!

Eine Woche vor den Wahlen zum Europaparlament rufen wir für den 15. – 25. Mai 2014 in vielen Städten Europas zu internationalen Tagen des Widerstandes gegen die Politik von EU und Troika auf. Sie sind unsere Antwort auf das massive und beispiellose Verarmungsprogramm für die Menschen vor allem in Südeuropa. Denn was uns als „Krisenlösung“ oder „notwendige Reformen“ von den Regierenden verkauft werden soll, hat dort eine humanitäre, soziale und politische Katastrophe verursacht. Mit dem gleichen Argument der „Alternativlosigkeit“ wird auch in Deutschland vorgegangen: Die Maßnahmen haben zwar nicht dasselbe Ausmaß, aber dieselbe Richtung: Die Reichen werden reicher, die Armen werden ärmer. Diese Politik, vorangetrieben von der deutschen Bundesregierung und der Europäischen Union, steht bei den Europawahlen aber nicht zur Entscheidung. Ihre Ziele – die Wettbewerbsfähigkeit auf dem kapitalistischen Weltmarkt und die Sicherung der Macht- und Eigentumsverhältnisse – sollen nicht hinterfragt werden.Daher wird die Verarmungspolitik in abgeschlossenen Zirkeln der Macht, wie dem Europäischen Rat, der EU-Kommission und Europäischen Zentralbank, geplant und autoritär durchgesetzt.
Deswegen sagen wir – als Teil eines breiten, transnationalen Bündnisses von Bewegungen und Organisationen aus ganz Europa und darüber hinaus: Wirkliche Demokratie entsteht von unten, aus unseren vielfältigen Kämpfen um Gerechtigkeit und Anerkennung. Sie bekämpft jeden Nationalismus und Rassismus, weil sie auf der grenzüberschreitenden Solidarität der Menschen und Bewegungen basiert.

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