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Hanau 2021 – Ein Jahr danach

Doing memory: Vor einem Jahr in Düsseldorf: Demo zum Anschlag in Hanau.
Wenn wir sagen: “Kein Vergessen” – woran wollen wir erinnern?

Der Anschlag von Hanau ist ein Jahr her. Auch wir als i furiosi rufen dazu auf, am 19. Februar 2021 zusammen auf die Straße zu gehen. Genau wie vor einem Jahr. Damals demonstrierten einen Tag nach dem rassistischen Mord an Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov mit über 1.200 Menschen vom Düsseldorfer HBF zum Oberbilker Markt. Wir erinnern uns:

Mittwoch
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag lesen einige von uns erste Schlagzeilen auf dem Smartphone: Schüsse, es gibt Tote, vor Shisha-Bars, in Hanau. Erste Befürchtungen, es könne sich um rechten Terror handeln, machen die Runde. Sie bestätigen sich am nächsten Morgen. Aller Kritik an der Berichterstattung zu den NSU-Morden zum Trotz, in der es mehr als einmal zu einer Täter*in-Opfer-Umkehr kam, titelt die Bild-Zeitung „Terror oder Bandenkrieg?“. Der hessische Innenminister kann sich erst am Nachmittag dazu durchringen, “fremdenfeindliche Motive” in Betracht zu ziehen. Hanau 2021 – Ein Jahr danach weiterlesen

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2 weeks ago

I Furiosi
Die Rechtshilfegruppe und die rote Hilfe Düsseldorf/Neuss laden ein zum offenen Treffen!Sonntag, den 18. Juli um 15.00 Uhr am linken Zentrum, Corneliusstr. 108 in DüsseldorfRechtshilfegruppe Düsseldorf (rhg-duesseldorf [at] riseup [dot] net) und Rote Hilfe Düsseldorf-Neuss (duesseldorf-neuss [at] rote-hilfe [dot] de)Unsere Solidarität gegen ihre RepressionDie Demo vom 26. Juni 2021, mit der Tausende gemeinsam mit dem Bündnis „Versammlungsgesetz NRW stoppen!“ gegen die geplante Einführung des NRW-Versammlungsgesetzes protestierten, wird sicher einige Repressionen nach sich ziehen. Aus unserer Sicht hat sich an diesem Demo-Tag einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, auf die Straße zu gehen mit unseren Positionen. Und wie weit die Polizei geht – ganz ohne neues Gesetz und ohne Rechtsgrundlage! – , um diese Art der Meinungsäußerung mit fadenscheinigen Argumenten brutal zu unterdrücken!Nach der Aktion ist es mit der politischen Arbeit natürlich nicht vorbei! Darum informieren Euch die Rechtshilfegruppe Düsseldorf und die Rote Hilfe Düsseldorf-Neuss über mögliche nächste Schritte und über unsere Solidarität gegen ihre Repression:Hattest Du Stress auf der Demo? Wurden Deine Personalien festgestellt? Ist Dir von der Polizei gesagt worden, dass ein Verfahren gegen Dich angestrengt wird?Oft folgt auf eine Personalienfeststellung erst einmal gar nichts mehr. Ihr hört über Wochen, Monate oder möglicherweise überhaupt nichts mehr von der Polizei.Oder hast Du vielleicht schon Post von der Polizei bekommen? Dann melde Dich schnell bei der Rechtshilfegruppe. Wir können Dich unterstützen. Denn niemand ist mit solchen Repressionen alleine. Wir können Kontakte zu Anwält*innen herstellen und Dich zur Beratung begleiten. Auch finanziell können wir Dir unter die Arme greifen, damit Deine Anwaltliche Beratung nicht am Geld scheitert.Spätestens sobald ein Brief von der Polizei bei Dir eintrifft, ist es Zeit, Kontakt mit uns aufzunehmen. Melde Dich bei uns unter: rhg-duesseldorf [at] riseup [dot] net.Wir laden Dich dann zu unserem Rechtshilfe-Treffen ein.Wichtig ist aber in jedem Fall: Geh‘ nicht zu einer Beschuldigtenanhörung! Die Polizei ermittelt gegen Euch und eine mögliche Entlastung kann nur vor Gericht angebracht werden.Lass Dich nicht unter Druck setzen, gemeinsam werden wir den besten Weg finden.Da wir viele Menschen finanziell unterstützen, kannst Du Dir sicher vorstellen, dass wir immer Geld brauchen – es hilft schon ein Dauerauftrag mit 5 oder 10 Euro im Monat.Damit sorgen wir dann kollektiv dafür, dass niemand die Kosten alleine tragen muss.Rechtshilfekonto:Stadtsparkasse DüsseldorfIBAN DE89300501100063007678Kommt zum Austausch!Wir laden alle Leute, die auf der Demo festgenommen wurden, ihre Personalien abgeben mussten und nun nicht wissen, wie es weitergeht, zu einem offenen Treffen ein:am Sonntag, den 18. Juli um 15.00 Uhr am linken Zentrum, Corneliusstr. 108 in DüsseldorfWir sehen uns auf der Straße!Rechtshilfegruppe Düsseldorf (rhg-duesseldorf [at] riseup [dot] net) und Rote Hilfe Düsseldorf-Neuss (duesseldorf-neuss [at] rote-hilfe [dot] de) ... Weiterlesen auf FacebookSee Less
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3 weeks ago

I Furiosi
Riseup ruft morgen um 14 Uhr zur Demonstration aufUnzählige Fragen zur rassistischen Mordnacht bleiben - unterstützen wir die Angehörigen der Opfer in ihrer Forderung nach Aufklärung!AUF DIE STRAßE! ✊Die Familien und Angehörigen der 9 ermordeten Menschen in Hanau hatten nach dem rassistischen Anschlag am 19. Februar 2020 Rechenschaft gefordert, weil die Polizei an diesem Tag in jeglicher Hinsicht versagt hatte. Unter anderem sollte ermittelt werden, warum der Notruf unterbesetzt war und warum es keine Notrufweiterleitung gab. Nun folgte die endgültige Antwort der Staatsanwaltschaft: „Ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten [...] wurde nicht festgestellt.“ Ein erreichbarer Notruf sei auch keine Garantie dafür gewesen, dass einer der neun Morde verhindert wird. Des Weiteren führt die Staatsanwaltschaft in ihrer Erklärung tatsächlich an, dass der 22-jährige Vili Viorel Păun sich „der Gefährlichkeit seines Tuns bewusst gewesen“ sei und daher die Verfolgung des rassistischen Täters „nicht zwingend“ aufgegeben hätte. Die Initiative @19februarhanau ist zu Recht empört und auch Niculescu Păun, der Vater des ermordeten Vili, verurteilte dieses Ergebnis: “Wenn mein Sohn den Notruf hätte erreichen können, dann wäre er noch am Leben. Daran ändert sich auch nichts mit dem langen Papier von der Staatsanwaltschaft. Das sagt nur, dass hier wieder mal keiner die Verantwortung übernehmen will.“Die Verantwortung für den rassistischen Anschlag in Hanau liegt klar beim Land Hessen und dem deutschen Staat, der Rassismus und Faschismus immer wieder den Nährboden bereitet und rechten Terror wüten lässt. Wir wissen jetzt lang genug: Gerechtigkeit und lückenlose Aufklärung können wir nicht von den staatlichen Behörden und schon gar nicht von der Polizei erwarten. Um gegen die von der Staatsanwaltschaft abgelehnten Ermittlungen zu protestieren und der Ermordeten zu gedenken, werden wir am Samstag in Düsseldorf eine Demonstration durchführen. Wir rufen alle antirassistischen Organisationen und Einzelpersonen dazu auf, sich an diesem Protest zu beteiligen und zu zeigen, dass wir die Dinge nicht so hinnehmen werden. Gedenken heißt kämpfen! #hanauistüberall #hanauwarkeineinzelfall #nojusticenopeace #initiative19februarhanau #saytheirnames #keinvergebenkeinvergessen #hanau #justice #antirassismus #antifaschismus #rassismus #nrw #demo #protest #düsseldorf ... Weiterlesen auf FacebookSee Less
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3 weeks ago

I Furiosi
Ein Burgplatz voller Bullen, hinter vielen Wannen versteckt eine kleine Bühne, davor ca. 30 versprengte AfD-Fans, die versuchen was von der rassistischen Kackscheisse zu verstehen. Denn direkt daneben protestieren über 100 Antifas mit Gebrüll & Gepöbel gegen die AfD beim Wahlkampfauftakt in Düsseldorf.Keine Bühne für die AFD! Alle hassen Nazis! ... Weiterlesen auf FacebookSee Less
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Bingo 2021 – Digital ist besser – Corona Edition


Endlich zocken wir wieder für die Rechtshilfe. Endlich wieder Bingo!
Und diesmal müsst ihr, Covid sei Dank nicht mal vor die Tür. Noch besser, am Ende des Abends und wenn alles gut geht, könnt ihr besoffen (oder auch nüchtern) auf der eigenen, sauberen Couch einschlafen. Wir verlegen nämlich unser geliebtes Winter-Bingo ins Internet.
 
Und wenn ihr jetzt denkt, dass ihr da gar keinen Bock drauf habt, weil ihr euch das gar nicht richtig vorstellen könnt wie das online Spaß machen soll, dann sagen wir: das wird der Hammer! Unser Team legt sich noch mehr ins Zeug als die letzten Jahre, es gibt selbst angesetzten Likör zur Schnapszahl, die freshesten Bingoscheine, die heißesten Preise und die besten Gags zwischendurch, alles abgerundet mit den speziellen Bingo- Soundeffekten.

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FAQ von i furiosi zum 6.12.

1 – Wie ist eure aktuelle Einschätzung für den 6.12.? Kommen tatsächlich hunderte Nazi-Hooligans nach Düsseldorf?
Zu diesem Zeitpunkt ist diese Befürchtung berechtigt. Hannes Ostendorf, der Sänger von der extrem rechten Hooliganband Kategorie C, wirbt etwa seit Anfang November für die Teilnahme an der Demo von Querdenken. Mit Blick auf Berlin und Leipzig, wo viele rechte Hools anreisten um sich an den Protesten gegen die Corona Schutzmaßnahmen zu beteiligen, ist das auch für Düsseldorf nicht ausgeschlossen.
Mehr zu dieser Mischszene und dem Verhältnis zu Querdenken findet ihr hier

2 – Was sagt Querdenken dazu? Haben die sich nicht distanziert?
Jein. Sie verhalten sich ambivalent. FAQ von i furiosi zum 6.12. weiterlesen

Enteignung jetzt!

Stellungnahme der Agentur für Urbane Unordnung zum ehemaligen Post Gelände.

Auf dem alten Postgelände, gegenüber vom Tanzhaus NRW und dem Musicalhaus Capitol, zwischen Erkrather Straße und Kölner Straße, soll auf fast 40.000 Quadratmetern ein neues Quartier entstehen. Unter dem Arbeitstitel „Grand Central“ sollten rund 1.000 Wohnungen, ein Designhotel, Gastronomie, Supermärkte und vieles mehr gebaut werden. Die Fertigstellung erster Häuser war bereits für dieses Jahr geplant.  Enteignung jetzt! weiterlesen

Gedenkveranstaltung 20 Jahre Wehrhahnanschlag

Rede der Gedenkveranstaltung zum 20. Jahrestag des rassistischen und antisemitischen Bombenanschlags am Bahnhof Wehrhahn von Düsseldorf stellt sich quer:

Sehr geehrte Anwesende, liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,
wir stehen hier am Ort wo vor nunmehr zwanzig Jahren ein furchtbarer Anschlag stattgefunden hat. Dort drüben auf der Fußgängerbrücke detonierte am Nachmittag des 27. Juli eine selbstgebaute, per Fernzünder, ausgelöste Bombe. Sie war gezielt gerichtet gegen Sprachschülerinnen und Sprachschüler, die hier in der Nähe einen Deutsch-Sprachkurs besuchten. Sie kamen vor allem aus den Nachfolgestaaten der Sowjet-Union. Mehrere von ihnen waren jüdischen Glaubens und wollten sich in Deutschland eine neue Perspektive aufbauen. Gedenkveranstaltung 20 Jahre Wehrhahnanschlag weiterlesen

Der Alltag von Menschen mit Behinderung

Der Text erschien zuerst in der TERZ 06/2020

Andere Perspektiven aus der Krise

Menschen mit Behinderung sind Teil unserer Gesellschaft, werden aber tatsächlich nur selten als solche wahrgenommen. Vor einigen Jahren war das Thema „Inklusion“ in aller Munde. Die Behindertenrechte-Konvention der Vereinten Nationen sollte vor allem im Bildungssektor konsequent umgesetzt werden. In den Schulen sollten fortan Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen; reine Förderschulen, in denen Menschen mit Behinderung gezwungenermaßen unter sich bleiben, sollten reduziert werden. Da das an vielen Stellen übers Knie gebrochen und häufig von unausgereiften Erstversuchen überforderter Schulen und Lehrer*innen geprägt war, wurde die Diskussion schnell zum Aufreger. Aber worüber wurde sich denn da genau aufgeregt und wer genau tat das? Der Alltag von Menschen mit Behinderung weiterlesen

cOrOna und die Flüchtlingsunterkünfte

Der Text erschien zuerst in der TERZ 05/2020

Andere Perspektiven aus der Krise

Seit mehr als drei Wochen gilt nun schon die Kontaktsperre. Wir alle wissen, dass wir unsere direkten Kontakte mit anderen Menschen einschränken sollen. Unmöglich ist das, wenn man in einer überfüllten Sammelunterkunft für Geflüchtete auf engstem Raum lebt.

In diesen müssen sich Menschen Schlafzimmer, Badezimmer, Küche und Speiseräume mit vielen anderen Menschen teilen. cOrOna und die Flüchtlingsunterkünfte weiterlesen

cOrOna und Sexarbeit

Der Text erschien zuerst in der TERZ 05/2020

Andere Perspektiven aus der Krise

Seit Beginn der Corona-Krise hat sich auch für Menschen im Arbeitsfeld sexueller Dienstleistungen die Situation schlagartig verändert. Alle Einrichtungen, in denen Sexarbeit angeboten wurde, sind nun geschlossen. Damit verschärft sich für jene Menschen, die in diesem Bereich arbeiten, ihre ohnehin oft schon prekäre Situation.

Aber wie geht es jetzt für die Sexarbeiter*innen weiter? Und gibt es von staatlicher Seite Unterstützung? Über diese und andere Fragen haben wir mit Martina gesprochen. Sie arbeitet als Sozialarbeiterin bei einem Beratungsangebot für Sexarbeiter*innen im Rheinland: cOrOna und Sexarbeit weiterlesen